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Am Salmen

Biografie von Salmen

Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.

Sonderausstellung im gläsernen Treppenaufgang des Offenburger Salmen

Vor 80 Jahren begann mit der Reichspogromnacht 1938 die Zeit der systematischen staatlichen Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Juden im Nationalsozialismus. Viele Offenburger Mitbürgerinnen und –bürger flohen aus Deutschland. Zurück blieben ältere Menschen, Frauen und Kinder.

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde Offenburg. An diesem Tag wurden rund 100 Menschen in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.

Was in dieser Zeit an unschuldigen Menschen getan wurde ist unfassbar. Auch heute noch. Wir wollen diese jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist nicht vergessen. Wir wollen auch an das Unrecht erinnern, das begangen wurde. Von Mitmenschen. Nichts davon können wir ungeschehen machen. Aber wir wollen dafür sorgen, dass nicht erneut Unrecht geschieht.

Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Glasaufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.

Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Öffnungszeiten: Bitte wegen der aktuellen Corona Lage im Bürgerbüro erfragen
Der Eintritt ist frei

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