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Hella Schwarzhaupt

Biografie von Hella Schwarzhaupt

Die Sorge um das eigene Leben und das des Ehepartners – doch insbesondere die Sorge um das Wohl der eigenen Kinder trieb viele Mütter in eine seelische Notlage, gar in Verzweiflung. Hella Schwarzhaupt war Mutter von vier Kindern. Um sie vor den Nationalsozialisten zu schützen, schickte sie ihre Kinder allein ins sichere Ausland. Hella Schwarzhaupt wurde in Auschwitz ermordet.

Hella Schwarzhaupt (*7.6.1897, geb. Reinhardt) stammte aus Kleineibstadt in Unterfranken. Im Jahr 1921 heiratete sie ihren 13 Jahre älteren Mann Albert aus Regensburg. Nach der Hochzeit zog das Paar nach München. Dort kamen die Kinder Rose (*5.2.1922), Hanni (*30.9.1924), Max (*29.10.1927) und Ruth (*10.5.1931) zur Welt. Zwei Jahre nach der Geburt des jüngsten Kindes zog die sechsköpfige Familie von München nach Konstanz. Denn mit Beginn der ersten Boykottmaßnahmen am 1. April 1933 hatte sich das Klima in der bayrischen Landeshauptstadt stark verschlechtert, im Gegensatz zur Situation im etwas liberaleren Konstanz. Der Vater der Familie konnte hier weiterhin als Kaufmann und Vertreter arbeiten.

Kindertransport in die Schweiz

Im Jahr 1935 schickte Hella Schwarzhaupt die beiden ältesten Töchter Rose und Hanni zu Verwandten in die USA. Max und Ruth, die beiden jüngsten Kinder, konnten am 16. Februar 1939 mit 300 weiteren jüdischen Flüchtlingskindern im Rahmen der "300 Kinder Aktion" in die Schweiz emigrieren. Max und Ruth sind 11 und 7 Jahre alt, als Hella Schwarzhaupt sie für immer verabschiedet.

Deportation nach Gurs

Albert und Hella Schwarzhaupt werden am 22.10.1940 in das französische Lager Gurs deportiert. Hella Schwarzhaupt und ihr Mann kommen im März 1941 wegen seiner schweren Zuckererkrankung in das sogenannte Kranken-Lager Récébédou, wo er aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung einen Monat später stirbt. Hella Schwarzhaupt unterhält während der Haft regen Briefkontakt mit ihren beiden jüngsten Kindern in der Schweiz.

Nach dem Tod des Mannes

Hella Schwarzhaupt wird Ende August 1942 nach Drancy deportiert. Von dort wird sie am 28.08.1942 nach Auschwitz gebracht. Drei Tage später wird sie in Auschwitz ermordet.
Die beiden jüngsten Kinder Max und Ruth konnten nach dem Krieg von der Schweiz in die USA emigrieren.

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