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Familie Ausäderer / Synagoge Hochstadt mit Schule

Biografie von Theodor Ausäderer

Hauptstr. 43:
Ehemalige Synagoge / Israelitisches Schulhaus

Etwas abgesetzt von der Hauptstraße befindet sich in heute veränderter Gestalt
die ehemalige jüdische Schule, jetzt nur ein Wohnhaus.

Dahinter, zur südlichen Ringmauer hin, lag die zweistöckige Synagoge mit einer Mikwe.
Im November 1938 kam es zwar zu Zerstörungen, doch verzichtete man auf das Anzünden der Gebäude, weil die Gefahr eines auf Nachbargrundstücke übergreifenden Brandes bestand.

Wegen der geringen Zahl jüdischer Einwohner in Hochstadt war man für den Gottesdienst auch auf den Besuch der Bischofsheimer und Dörnigheimer Juden angewiesen. Die Schule wurde nur bis 1874 von Hochstädter, Bischofsheimer und Dörnigheimer jüdischen Schülern besucht.

Die Wohnung war bis in die jüngste Zeit von der teilweise jüdischen Familie Ausäderer
bewohnt, die nach 1945 auch das Grundstück insgesamt erworben hatte.

Theodor Ausäderer, Lohnbuchhalter
* 14.2. 1895
konvertiert zum Christentum mit der Heirat
Verhaftung durch die Gestapo im November 1938
12.2. 1945 erneute Verhaftung mit dem Ziel einer
Deportation nach Theresienstadt
Juni 1945 Rückkehr nach Hochstadt (jetzt zu Maintal)

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