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Familie Sonneberg / Synagoge Wachenbuchen mit Schule

Biografie von Leo, Hedwig und Paul Sonneberg

Alt Wachenbuchen 36 (vormals Hauptstraße):

Ehemalige Synagoge Wachenbuchen mit jüdischem Schulhaus, letzteres im
Novemberpogrom 1938 verwüstet und dann abgebrochen.

Das Schulgebäude stand im heutigen Straßenbereich an der Einmündung der
Hainstraße in die Straße Alt Wachenbuchen.

Die Schule wurde bis dahin von der Familie des Lehrers Leo Sonneberg bewohnt.

Leo Sonneberg, Lehrer und Schochet (Schächter)
* 31.03.1892 in Somborn
verheiratet mit
Hedwig Sonneberg geb Grünebaum
* 16.06.1896 in Rohrbach

Paul Sonneberg
* 16.11. 1921 in Wachenbuchen
1939 Kindertransport nach England
Annahme der britischen
Staatsbürgerschaft unter dem Namen
Paul Sinclair

8.11. 1938 aus Wachenbuchen vertrieben
danach Frankfurt, Baumweg 64
Deportation der Eltern
† 20.10.1941 nach Lodz

Wegen der Ereignisse des 8./9. November 1938, bei der Leo Sonneberg und sein Sohn körperlich attakiert und erheblich verletzt wurde, kam es nach 1945 zu einem Strafprozess und zur Verurteilung der Haupttäter.

Vor der Synagoge erinnert eine von der Stadt Maintal errichtete Gedenktafel.

Das Synagogengebäude wird heute als Wohnhaus genutzt und wurde in wesentlichen Teilen verändert. Zum Beispiel ist der Aufgang zur Frauenempore nicht mehr vorhanden.

Verlegung der "Stolpersteine"
in Eigenregie am 8.11. 2013.

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