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Regina und Hedwig Levi

Biografie von Regina Levi geb. Meier und Hedwig Billa Levi

Diezer Straße 12

Regina Levi geb. Meier wurde am 29. Oktober 1854 in Kraftsolms als
Tochter von Isaak Meier und seiner Ehefrau Helene Meier geb. Heilberg
geboren. 1874 heiratete sie den aus Dehrn stammenden Kaufmann Simon
Levi. Das Paar bekam vier Kinder: Johanna, Hedwig Billa, Emma und
Josef. Simon Levi starb 1911 im Alter von 69 Jahren.
Seit 1919 wohnte Regina Levi mit ihrer Tochter Hedwig Billa im Haus
Diezer Straße 12. 1939 musste sie, mittlerweile fast 85 Jahre alt, Limburg
verlassen. Sie ging zu ihrer Tochter Johanna nach Koblenz. Als Jüdin
erlebte Demütigung und Entrechtung. Ihr Tod am 28. Februar 1942 in
Koblenz ersparte ihr ein schlimmeres Schicksal. Ihre Tochter Hedwig Billa
und ihr Sohn Josef wurden am 22. März 1942, ihre Tochter Johanna
Süßmann und die behinderte Enkelin Meta Süßmann am 15. Juni 1942
deportiert. Hedwig Billa, Johanna und Meta wurden ermordet, Josephs
Schicksal ist unbekannt. Eine weitere Tochter, Emma verheiratete Bekei
war schon 1939 in der Heil- und Pflegeanstalt Erlangen umgekommen.

Hedwig Billa Levi wurde am 7. Dezember 1885 als Tochter des
Viehhändlers Simon Levi und dessen Ehefrau Regina Levi geb. Maier in
Limburg geboren. Wie ihr Vater war sie im kaufmännischen Bereich tätig,
zunächst als Bürogehilfin. Als solche erscheint sie erstmals 1906 in der
Steuerliste, 1910 dann als Verkäuferin, 1912 als Buchhalterin. Sie war
Mitinhaberin der Firma Michel und Wolff. Die Firma betrieb Althandel sowie
den Handel mit Metzgereibedarf.
Ende September 1939 musste Hedwig Billa Levi ihre Heimatstadt
verlassen. Mit ihrer Mutter ging sie nach Koblenz zu ihrer Schwester
Johanna. Von Koblenz aus wurde sie am 22. März 1942 mit ihrem Bruder
Josef nach Izbica deportiert und dort ermordet. Das Amtsgericht Koblenz
erklärte sie 1953 für tot.

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65549 Limburg a. d. Lahn
Tel. 06431/203-368
Email: christoph.waldecker(at)stadt.limburg.de