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Familie DANIEL ABRAHAM LEVY

Biografie von Daniel Abraham LEVY, Klara LEVY, Betty LEVY, verh. Goldschmidt und Adolf LEVY

Daniel Abraham Levy (1886–1944)
Klara Levy, geb. Levy (1890– 1943)
Adolf Levy (1926–1937)
Betty Levy, verh. Goldschmidt (1920–2008)

Daniel A. Levy wurde im 1. Weltkrieg so schwer an der Hand verletzt, dass er seinen Beruf als Schneider nicht mehr ausführen konnte. Er handelte fortan mit Vieh und Waren. Klara Levy war Hausfrau. Das Ehepaar hatte zwei Kinder: Betty und Adolf.
Adolf (gen. Adi) starb zehnjährig am 8.3.1937 an den Folgen eines 1935 in Bollendorf begangenen, nie aufgeklärten Gewaltverbrechens.
Zu Beginn der 1930er Jahre bauten die Levys ein Haus in der Altschmiedestraße. Davor wohnten sie in einem kleinen, nicht mehr existenten Mietshaus in einer engen Gasse zwischen Abteihof und Sauerstaden, wo sich früher ein Durchgang befand. Nach der Enteignung waren Daniel und Klara zwangsinterniert in dem von den Nazis als „Judenhaus“ deklarierten (jüdischen) Wohnhaus in der Burgstraße. Daniel und Klara Levy wurden am 28.7.1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Klara stirbt dort am 24.7.1943. Daniel Abraham wurde im Oktober 1944 von dort nach Auschwitz überstellt, wo er direkt nach der Ankunft vergast wurde.

Tochter Betty überlebte als einzige des engeren Familienkreises den Holocaust. Sie konnte 1939 von Köln über die Niederlande nach England flüchten. Dort fand sie zuerst Anstellungen als Hausmädchen in unterschiedlichen Häusern. Sie wurde zwischenzeitlich für mehrere Monate als „feindliche Ausländerin“ auf der Isle of Man in einem Lager interniert. Betty heiratete später den aus Wien stammenden Juden Rudolf Goldschmidt, mit dem sie zwei gemeinsame Kinder hatte. Nach dem Krieg besuchte sie Bollendorf noch zwei Mal, jeweils nur für kurze Zeit.
Im Institute for Visual History and Education in Los Angeles wird ein Videointerview mit Betty Goldschmidt verwahrt, das 1997 geführt wurde. Die Aufnahmen entstanden infolge des Steven Spielberg-Films Schindlers Liste aus dem Jahr 1993. Der Regisseur machte es sich damals zur Aufgabe, möglichst viele Interviews mit Überlebenden des Holocaust zu realisieren – vornehmlich zum Zwecke der Bildung für nachfolgende Generationen.

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Quellen & Impressum

AG Jüdische Geschichte Bollendorf

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54669 Bollendorf