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Ilija Stojanovic

Biografie von Ilija Stojanovic

Ilija Stojanovic wurde am 26. August in 1917 in Bujanovac (Jugoslawien) geboren und ging in Skopje zur Schule, wo er auch sein Abitur ablegte. Während des Krieges besetzte Bulgarien Mazedonien und verbündete sich mit Deutschland. Um die Internierung des Sohnes zu beenden, entschied sich die Familie, die bulgarische Staatsangehörigkeit anzunehmen. Daher wird die Schreibweise im Serbischen „Ilija Stojanovic“ in einigen Quellen auch in der bulgarischen Version „Ilia Stoianov“ angegeben.
Ilija Stojanovic studierte vom Sommersemester 1939 bis zum Sommersemester 1944 in der Fachrichtung Chemie bzw. Ingenieur-Chemie an der Technischen Hochschule Dresden, im Trimester 1941 ist auch die Fachrichtung Biologie angegeben. Ab 1943 wird er Mitglied im illegalen kommunistischen Studentenverband BONSS (Bălgarski obšt naróden studéntski săjúz), auch als bulgarischer Nationaler Studentenbund angegeben (Studentenverband der BKP). Diese antifaschistische Widerstandsgruppe hatte ca. 250 bulgarische Mitglieder. Zu Pfingsten 1943 fand ein größeres Treffen der BONSS in Dresden statt. Ende September 1943 wird er aktives Mitglied und am 16. November 1944 von der Gestapo verhaftet. Am 13. März 1945 erfolgte die Verlegung aus dem Polizeigefängnis Radeberg in das Konzentrationslager Buchenwald mit der Häftlingsnummer 136171; zunächst in das „Kleine Lager“. Zwischen dem 7. und 10. April 1945 nahm er an einem der Todesmärsche nach Flossenbürg teil. Ein bulgarischer Mithäftling berichtete, dass er während des Marsches entkräftet zu Boden fiel und deshalb angeschossen wurde. Am 10. Mai 1945 verstarb er im Casino-Krankenhaus Schwandorf (Bayern), wo er in einem Massengrab beerdigt wurde.

Hochschulstraße 20a, 01069 Dresden

Quellen:
Angaben der Familie
Dichkov, Dimitŭr; Kandulkov, Karl (1988): Pŭt prez Bukhenvald. Sofia: Partizdat, S. 249.
Geiselmann, Christian (2002): Politisches Leben in der bulgarischen Dorfgesellschaft 1919-1944. Am Beispiel der Memoiren des Stefan Rajkov Canev aus Văglevci. Virtuelle Fachbibliothek Osteuropa [25.9.2015]
Universitätsarchiv der Technischen Universität Dresden

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