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Georg May

Biografie von Georg May

Georg May wurde 1886 in Schifferstadt geboren. Über sein Leben bis zum 16. Lebensjahr gibt es nur wenige Nachrichten. Mit 16 Jahren absolvierte er eine Ausbildung zum Küfer, dann ging der als Geselle auf der Walz durch mehrere Länder. Als Kohlentrimmer auf einem Truppentransporter fuhr er mit 18 Jahren bis nach Japan. Drei Jahre leistete er Wehrdienst bei der 1. Torpedo-Division in Kiel, wo er sich auch im Ringerclub engagierte. In Schifferstadt heiratete er und eröffnete einen Weinhandel, den er bald aber schließen musste. Darauf heuerte er als Stewart in Hamburg an. Im Ersten Weltkrieg diente er ab 1914 an der Westfront, stets in der ersten Linie, ab März 1918 verbüßte er eine dreijährige Haft wegen Angriffs auf einen Feldwebel. Aus dem Gefängnis durch Novemberrevolution befreit, war er einige Monate in Soldatenräten aktiv. In einem erfolgreichen zweiten Anlauf eröffnete er wieder ein Weingeschäft in Schifferstadt. Georg May genannt auch der "Bärenmay" engagierte sich ab 1923 in der Seperatistenbewegung, auch in führender Position, die eine autonome Pfalz anstrebte. Wegen seiner Teilnahme an einem Putsch 1923/24 wurde er geächtet. 1932 verlor er sein Haus, das 1933 zur Zentrale der NSDAP wurde. Er selbst flieht ins Saarland aus Furcht vor Verfolgung durch die Nazis. 1934 kam er aus Heimweh wieder zurück. Doch es folgte trotz herzlichem Willkommen ein Ortsverbot durch die Zentralverwaltung, aufgrund der Befürchtung, er würde die Schifferstädter polit. Aufhetzen oder Unruhe stiften. Er wohnte in wechselnden Orten um Schifferstadt herum, versuchte alles bis zur Reichskanzlei, das Verbot aufheben zu lassen und unterschrieb sogar eine Bittschrift mit Heil Hitler. Nach mehrmaligen Rückkehrversuchen wurde er im Mai 1936 in Ludwigshafen wegen angeblichem Hochverrat verhaftet. Am 4.1.1937 erfolgte der Schutzhaftbefehl und die Deportation nach Dachau. Am 30. Januar 1937, nur sieben Tage nach der Einlieferung in Dachau wurde Georg May auf dem Weg ins Krankenhaus erschossen. Die näheren Umstände seines Todes wurden nicht geklärt. Trotz mehrerer Anträge seiner Witwe erhielt Frau May weder Entschädigung noch Unterstützung durch staatliche Stellen, dies unter Hinweis auf „unehrenhafte Separatistentätigkeit“ ihres Mannes.

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