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Röschen Wertheim

Biografie von Röschen Wertheim

Die Witwe des Kaufmanns Simon Wertheim, gest. 1925 in Münster, war gemeinsam mit ihrem Bruder Gustav Stein und ihrem Sohn Alfred Wertheim Inhaberin des Kaufhauses "S. Wertheim" in der Großen Straße 80/81. Im November 1935 wurde der Besitz "arisiert". Ihr Sohn Paul absolvierte 1933/34 eine landwirtschaftliche Ausbildung in Metz. Seine Abmeldung erfolgte 1935 nach Heurenberg / Holland. Von dort aus emigrierte Paul Wertheim nach Palästina. Im Dezember 1938 erfolgte die "Arisierung" des Wohnhauses an der Martinistraße 28. Röschen Wertheim zog zu ihrer Tochter Edith Herzfeld, geb. 1902, nach Hamburg. Von dort aus wurde sie am 6. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Röschen Wertheim wurde nach Kriegsende "für tot erklärt".

Quellen: Junk, Peter; Sellmeyer, Martina: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche ³2000.

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