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Rosalie Grünberg

Biografie von Rosalie Grünberg

Rosalie Grünbergs Vater, Levy Grünberg, wurde am 12.2.1834 in Ibbenbüren geboren, die Mutter als Bertha Deichmann am 6.7.1857 in Levern. Gemeinsam zogen der Kaufmann und seine Frau nach Osnabrück und waren ab dem 5. April 1894 hier gemeldet. Die Eheleute hatten zwei Kinder. Sohn Norbert wurde am 2.8.1894 geboren, Tochter Rosalie zwei Jahre später am 23.11.1896. Am 27. April 1908 starb der Vater im Alter von 74 Jahren. Norbert Grünberg wurde am 20.5.1919 zum Militär eingezogen. Rosalie war als Buchhalterin bei der Firma Cantor angestellt. Ihre Mutter Bertha erhängte sich am 3. November 1922 im Alter von 65 Jahren. Der Bruder Norbert wurde im August 1938 zu drei Monaten Gefängnis verurteilt, weil er ein von der SA angebrachtes Plakat aus seinem Vorgarten entfernt hatte. Im Dezember 1938 meldete er sich nach Shanghai ab. Ab September 1941 war Rosalie im "Judenhaus" Seminarstraße 31 gemeldet. Von dort aus wurde sie im Dezember 1941 nach Riga deportiert und gilt als "verschollen".

Quellen: Junk, Peter; Sellmeyer, Martina: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche ³2000; Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Osnabrück: Meldebücher; Böhne, Lisa: "Osnabrücker Schicksale" - bisher unveröffentliches Manuskript, Osnabrück 2011.

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