Biografie von Rosa und Dr. med. Ludwig Hecht
Olgastraße 85 (Verlegung am 26.05.2015)
Dr. med. Ludwig Hecht (geb. 1866 in Bonnland bei Würzburg) praktizierte als sehr geschätzter und gefragter praktischer Arzt und Geburtshelfer ab 1893 in Ulm. 1937 wurde er gezwungen seine Praxis aufzugeben. Er und seine Ehefrau Rosa Hecht geb. Thalmessinger (geb. 1870 in Ulm), eine Bankierstochter, hatten 1893 geheiratet und bekamen drei Kinder: Paul, Otto und Anneliese, die sich vor der Verfolgung retten konnten. Das Ehepaar wurde gezwungen 1938 aus ihrer großen Wohnung in der Olgastraße 31 (heute 85) in das 'Judenhaus' in der Ensingerstraße umzuziehen. 1942 folgte der erzwungene Umzug in das baufällige 'jüdische Altersheim' in Schloss Oberstotzingen. Am 19.8.1942 folgte die Deportation nach Theresienstadt. Dort sind Ludwig und Rosa Hecht infolge von Unterernährung an völligem Kräfteverfall im Januar 1943 wenige Tage nacheinander gestorben.
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