[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-5238":3,"supporters":49,"nearby-5238":57},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":28,"audio":29,"coords":30,"stones":33,"town":40},"5238","Jette Rosenberger, Schmidtenstraße 14, Nonnenweier","Stolpersteinverlegung am 23.02.2025\r\nSchmidtenstraße 14, 77963 Schwanau-Nonnenweier\r\n\r\nJette Rosenberger wurde am 6.7.1869 in Nonnenweier als zweites von sieben Kindern der Eheleute Heinrich (Hirsch) und Rosa (Rosina, Ricke) geb. Frank geboren. Drei ihrer Geschwister starben bereits bei der Geburt.\r\nJette blieb als einziges der Kinder in Nonnenweier lebte nach dem Tod ihrer Eltern (Vater 1917 und Mutter 1925), die sie zuvor pflegte, in einem kleinen Häuschen in der Schmidtenstraße 115. Heute ist das die Schmidtenstraße 14.\r\nAm 22.10.1940 wurde sie zusammen mit 17 anderen Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Nonnenweier nach Gurs in die Pyrenäen deportiert. Wegen ihres Alters von 71 Jahren hatte sie wie auch ihr Bruder Lazarus (68) das Glück, durch die Hilfe von Rettungsorganisationen in einem südfranzösischen Altersheim unterzukommen, wo man sie wohl vergessen hatte, als 1942 alle übrigen badischen Opfer nach Auschwitz deportiert und umgebracht wurden. Jettes Schwester Johanna, die vor der Deportation nach Gurs in Breisach lebte, war am 27.10.1941 bereits im Lager Gurs im Alter von 70 Jahren gestorben.\r\nJettes Bruder, der Geschäftsmann Nathan Rosenberger war in der jüdischen Gemeinde in Freiburg ein angesehenes Mitglied, sodass er zum Vorsitzenden der großen Religionsgemeinschaft auserkoren wurde. Da die Nationalsozialisten für die Abwicklung der Hausverkäufe einen Ansprechpartner benötigten, wurde er als Gemeindevorsteher 1940 nicht nach Gurs deportiert.\r\n1942 wurde jedoch auch die verbliebene jüdische Gemeinde aufgelöst und Nathan mit seiner Frau Martha und seiner Tochter Rita (damals 17 Jahre alt) am 21. August 1942 in ihrer Wohnung verhaftet und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Die drei überlebten das Lager, bis es auch als letztes Konzentrationslager am 8. Mai 1945 von den Russen befreit wurde.\r\nNathan kehrte wieder nach Freiburg zurück und wurde erneut Vorsteher der wiedergegründeten jüdischen Gemeinde Freiburg.\r\nSeine Schwester Jette hatte erfahren, dass Nathan überlebt hatte. So kam sie im Oktober 1946 zu ihm nach Freiburg. In einem Brief an den Nonnenweierer Bürgermeister Leppert gelang es Nathan, dass Jette 1947 wieder in ihr altes Häuschen in der Schmidtenstraße zurückkehren durfte. Die neuen Bewohnerinnen sollten das Häuschen räumen, was aber Jette nicht wollte. So lebte sie fortan in ihrem Haus zusammen mit der Kriegerwitwe Elise Roß und deren Töchtern Margarete und Ursula, die sie liebevoll bis zu ihrem Tod am 24.05.1950 pflegten. Für Margarete Zwick und Ursel Weber ist Jette Rosenberger bis heute ihre Tante Jette geblieben.\r\nJette Rosenberger war die Einzige der jüdischen Gemeinde Nonnenweier, die nach dem Krieg dorthin zurückkehrte. So war sie dann auch die letzte Person, die auf dem jüdischen Friedhof Nonnenweier bestattet wurde.\r\nNoch heute gibt es Nachfahren aus Jettes Familie in Israel und den USA.\r\nAls es im Ortschaftsrat Nonnenweier in der letzten Sitzung 2021 um Straßennamen für das Neubaugebiet Ziegelgarten ging, fand der Vorschlag, eine Straße nach Jette Rosenberger zu benennen, volle Zustimmung. Somit wird dieser Name in Nonnenweier zukünftig deutlich sichtbar auf einem Straßenschild sein.",[8,14,19,24],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F238b2cc1fa777c3fdc36412b9cc2d0a1.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F238b2cc1fa777c3fdc36412b9cc2d0a1_thumb.jpg","Jette Rosenberger",1090,1136,{"original":15,"thumb":16,"caption":17,"width":13,"height":18},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fc20fa6f977e52b4223645aab8bd829b6.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fc20fa6f977e52b4223645aab8bd829b6_thumb.jpg","Bild von der Verlegung des Stolpersteins am 23.02.2025",849,{"original":20,"thumb":21,"caption":22,"width":23,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F0006a57c7b33476d293d67769a78f681.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F0006a57c7b33476d293d67769a78f681_thumb.jpg","Rede bei der Verlegung des Stolpersteins am 23.02.2025",715,{"original":25,"thumb":26,"caption":27,"width":13,"height":18},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F6882c864fdd9b25f9e9e1295fd22decc.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F6882c864fdd9b25f9e9e1295fd22decc_thumb.jpg","Teilnehmende der Verlegung des Stolpersteins am 23.02.2025",[],null,{"lat":31,"lng":32},48.34893651,7.761831656,[34],{"id":35,"firstname":36,"name":37,"portrait":29,"gender":38,"stadium":39},"11197","Jette","Rosenberger","female","adault",{"id":41,"coords":42,"title":45,"association":46,"impressum":47,"association_url":48},"199",{"lat":43,"lng":44},48.336804,7.860034,"Lahr und Umland","Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim","Als kurze Vorabinfo:\r\n\r\nGrundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.\r\nDie hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung  Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.\r\n\r\nIm Schuljahr 2013\u002F2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.\r\nISBN978-3-89735-865-2.\r\nAktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.\r\n\r\nInzwischen werden  hier neben den Stolpersteinen in  Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.\r\nAuch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.\r\n\r\nRecht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an\r\n- Ekkehard Klem, Friesenheim\r\n- Martin Buttenmüller, Schuttern\r\n- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie\r\n  Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.\r\n- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.\r\n\r\nDie Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.\r\n\r\nNeben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.\r\nGeschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.\r\n\r\nDie Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.\r\n\r\nLahr, den 27.01.2025","",{"count":50,"anonymous":51,"names":52},10,6,[53,54,55,56],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[58,77,91,116,134,154],{"place":59,"stone":75,"distance":76},{"id":60,"title":61,"coords":62,"stones":65},"5239","Samuel oo Leonie Lehmann, geb. 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