[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-2884":3,"supporters":40,"nearby-2884":48},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":19,"audio":20,"coords":21,"stones":24,"town":31},"2884","Elfriede Caroli, Obertorstr. 18, Lahr","Elfriede Caroli \r\n\r\nElfriede Caroli wurde am 17.05.1909 als vierte Tochter des Bandagisten Richard Caroli und seiner Frau Karolina Rosa in Lahr geboren. Über die Jugendzeit ist wenig bekannt. Allerdings ist in einer Krankenakte vermerkt, dass sie die Mädchenschule in Lahr besuchte, dort aber keine guten Leistungen erbrachte. Die Familienangehörigen der Familie Schmidlin beschreiben Elfriede als fröhliches Mädchen, das eine Begabung für das Klavierspielen hatte. Ab November 1929 besuchte Elfriede das Konservatorium in Karlsruhe, von wo sie jedoch bereits zu Pfingsten wieder nach Hause zurückkehrte. Elfriede verbrachte im Sommer 1930 „wegen zunehmender Apathie“ drei Wochen lang in Wörrishofen. Ihre psychische Anlage wird in der Krankenakte der Heil- und Pflegeanstalt Illenau wie folgt beschrieben: „Stets gern für sich, sonst nichts Besonderes. Von jeher nervenschwach.“. Am nächsten Tag wurden keine weiteren auffälligen Befunde gemacht, außer „lebhafter Demographie und lebhafter Muskelerregbarkeit“. Sie neige außerdem abwechselnd zum Weinen und Lachen. Elfriede bekam in den nächsten Monaten wegen ihres stark „faxenartigen“ Verhaltens Milchspritzen, die aber nur eine geringe Beruhigung erzielten. In den folgenden vier Jahren ähneln sich die Aufzeichnungen: Elfriede stumpfe zunehmend ab und arbeite nicht, sondern sitze oder stehe nur teilnahmslos herum und werde auch immer wieder gewalttätig. \r\nDie Patientin wurde 1935 nach Emmendingen verlegt und ihr Zustand verschlechterte sich weiterhin. Sowohl im Bett als auch im Garten musste Elfriede Handschuhgürtel tragen, damit sie nicht gewalttätig würde. Im Jahre 1938 und 1939 gab es immer weniger Einträge über Elfriede Caroli. Während dieser Zeit lag Elfriede in der Zwangsjacke im Bett. \r\nAm 12.08.1940 wurde sie „aus planwirtschaftlichen Gründen verlegt.“. An diesem Tag wurden die Patienten mit Bussen in die „Heilanstalt Grafeneck“ im baden-württembergischen Landkreis Reutlingen gebracht.\r\n\r\n\r\nDort wurde Elfriede von Soldaten in einen Aufenthaltsraum geführt, von wo aus die Patienten in die Vergasungsbaracke gebracht werden sollten. Elfriede war wahrscheinlich besonders unruhig. Ihr wurde eine Morphiumspritze verabreicht.  Es wird davon ausgegangen, dass ein Pfleger den Männern und Frauen erzählte, dass sie jetzt baden würden. Zusammen mit den Anderen ging Elfriede in die Vergasungsbaracke und in den Tod. Ihre Eltern erhielten einen Trostbrief zusammen mit dem persönlichen Eigentum der Verstorbenen. Wie auch in vielen anderen Fällen wurde das Todesdatum von Elfriede Caroli gefälscht. Im Melderegister steht bis heute, dass sie am 22.08. 1940 starb. Zu diesem Zeitpunkt war Elfriede bereits zehn Tage tot. Sie wurde nur 31 Jahre alt. Ihr Stolperstein wurde im Beisein ihrer Familien am 07.11.2006 vor ihrem ehemaligen Wohnhaus in der Obertorstraße 18 in Lahr verlegt.\r\n\r\n\r\nIhr Gedenkstein wurde am 7.11.2006 in der Obertorstr. 18 verlegt.",[8,14],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F291c5d0338aa8b5812b8a2ed0a0c682c.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F291c5d0338aa8b5812b8a2ed0a0c682c_thumb.jpg","Ihr Gedenkstein wurde am 7.11.2006 in der Obertorstr. 18 verlegt.",852,1136,{"original":15,"thumb":16,"caption":17,"width":13,"height":18},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F05e9c9ca947ed437ce9686f02bd7991c.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F05e9c9ca947ed437ce9686f02bd7991c_thumb.jpg","Transportbus",933,[],null,{"lat":22,"lng":23},48.34305413,7.87290924,[25],{"id":26,"firstname":27,"name":28,"portrait":20,"gender":29,"stadium":30},"5862","Elfriede","Caroli","female","adault",{"id":32,"coords":33,"title":36,"association":37,"impressum":38,"association_url":39},"199",{"lat":34,"lng":35},48.336804,7.860034,"Lahr und Umland","Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim","Als kurze Vorabinfo:\r\n\r\nGrundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.\r\nDie hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung  Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.\r\n\r\nIm Schuljahr 2013\u002F2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.\r\nISBN978-3-89735-865-2.\r\nAktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.\r\n\r\nInzwischen werden  hier neben den Stolpersteinen in  Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.\r\nAuch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.\r\n\r\nRecht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an\r\n- Ekkehard Klem, Friesenheim\r\n- Martin Buttenmüller, Schuttern\r\n- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie\r\n  Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.\r\n- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.\r\n\r\nDie Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.\r\n\r\nNeben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.\r\nGeschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.\r\n\r\nDie Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.\r\n\r\nLahr, den 27.01.2025","",{"count":41,"anonymous":42,"names":43},10,6,[44,45,46,47],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[49,63,77,90,104,123],{"place":50,"stone":61,"distance":62},{"id":51,"title":52,"coords":53,"stones":56},"2864","Sofie Bermann, Obertorstr. 6, Lahr",{"lat":54,"lng":55},48.34235269,7.872827362,[57],{"id":58,"firstname":59,"name":60,"portrait":20,"gender":29,"stadium":30},"5823","Sofie","Bermann",{"id":58,"firstname":59,"name":60,"portrait":20,"gender":29,"stadium":30},78,{"place":64,"stone":75,"distance":76},{"id":65,"title":66,"coords":67,"stones":70},"2887","Marie Haberer, Friedrichstr. 7, Lahr",{"lat":68,"lng":69},48.3418862,7.8736149,[71],{"id":72,"firstname":73,"name":74,"portrait":20,"gender":29,"stadium":30},"5865","Marie","Haberer",{"id":72,"firstname":73,"name":74,"portrait":20,"gender":29,"stadium":30},140,{"place":78,"stone":89,"distance":76},{"id":79,"title":80,"coords":81,"stones":84},"2888","Hilda Haberer geb. 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