[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-1524":3,"supporters":29,"nearby-1524":37},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":8,"audio":9,"coords":10,"stones":13,"town":20},"1524","Karl Tybussek","Karl Tybussek wurde am 04. Feb. 1898 in Jedwabno, Kreis Neidenburg, im heutigen Polen, geboren. Das kleine Kirchdorf Jedwabno, früher Gedwangen geschrieben, liegt in Masuren, einem Gebiet im früheren Ostpreußen. Dieser Landstrich ist auch heute noch eine eher ärmlich, bäuerlich geprägte Region. Aus welchen familiären Verhältnissen Karl Tybussek allerdings stammt, ist uns leider nicht bekannt. Auch, ob es Geschwister gab, wissen wir leider nicht. Er nahm jedenfalls schon in recht jungen Jahren seine Politische Tätigkeit auf.\r\n\r\nMit Anfang zwanzig kam er nach Berlin, war dort begeisterter Anhänger des Spartakusbundes. Wenig später lernte er in Berlin seine spätere Frau Frieda Linke kennen, die aus einem Nachbarort seiner Heimat Masuren, aus Seidenberg, stammte und am gleichen Tag Geburtstag hatte, wie er.\r\n\r\nSie war nach Berlin in Stellung gegangen. 1922 ging er zurück nach Neidenburg, welches zu der Zeit noch deutsches Gebiet war. 1923 wurde der gemeinsame Sohn geboren. Es sollte das einzige Kind bleiben. 1924 heiratete er dort die 3 Jahre jüngere Frieda Linke. Sie arbeiteten dort im gleichen Betrieb, in dem Karl Tybussek eine Ortsgruppe der KPD gegründet hatte.\r\n\r\nWegen seiner pol. Einstellung verlor er bald darauf seine Arbeit. Auch seine Frau wurde kurze Zeit später entlassen, da sie ihren Mann nun eifrig bei seiner pol. Tätigkeit unterstützte. 1927 starb der gemeinsame Sohn, der erst 1923 zur Welt gekommen war.\r\n\r\n1928 ging es zurück nach Berlin, wo beide in verschiedenen Betrieben arbeiteten. Sie hatten dort ihre politische Zuständigkeit wieder aufgenommen, wurden kurz darauf beide erneut arbeitslos.\r\n\r\nAb 1933 wohnte das Ehepaar Tybussek in der Jahnstr. 12 in Britz. Karl Tybussek arbeitete als Bauarbeiter. Politisch waren beide weiterhin aktiv. Zu Anfang des 2.Weltkrieges wurde Karl Tybussek als Soldat eingezogen, stieg bis zum Unteroffizier beim Bau –und Ersatzbattallion (3) auf.\r\n\r\nIm Zuge dessen soll er laut Quelleninformationen in den deutschen Asbestwerken tätig gewesen sein oder dort Zugang gehabt haben. Denn er wurde wegen Brandstiftung, Feindbegünstigung und Wehrmachtsmaterial - Beschädigung verhaftet, seine Frau hatte sich der Sabotage schuldig gemacht.\r\n\r\nHöchstwahrscheinlich wurde Karl Tybussek zusammen mit seiner Frau im Oktober 1942 verhaftet. Am 09.04.1943 nach dreitägigem Prozess vor dem Obersten Reichskriegsgericht wurde Karl Tybussek zum Tode durch Erhängen verurteilt. Er wurde dann aus dem Berliner Gefängnis in Alt – Moabit am Exekutionstag, dem 26.05.1943 nach Brandenburg an d.Havel in den Ortsteil Görden gebracht. Das Urteil wurde um 18 Uhr am gleichen Tag vollstreckt. Karl Tybussek, welcher glaubenslos war, verlor sein Leben mit 45 Jahren.\r\n\r\nFrieda Tybussek, mittlerweile 44J. alt und Witwe, kam zum Kriegsende aus dem Gefängnis frei, da die Rote Armee alle Insassen befreite. Von den ursprünglich 4 Jahren Zuchthaus, zu denen sie verurteilt worden war, hat sie 2.5 Jahre ihrer Haftstrafe verbüßt. In dieser Gefangenschaft musste sie fast zwei Jahre Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb ableisten.\r\n\r\nFrau Tybussek zog dann in eine Wohnung in der Fritz – Reuter Allee 57. Ob sie dort bis zu ihrem Lebensende wohnte ist nicht bekannt.\r\n\r\nRecherche: K. Kuhrt, J. Langenbrinck",[],[],null,{"lat":11,"lng":12},52.4613131,13.4444785,[14],{"id":15,"firstname":16,"name":17,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2738","Karl","Tybussek","male","adault",{"id":21,"coords":22,"title":25,"association":26,"impressum":27,"association_url":28},"126",{"lat":23,"lng":24},52.460681,13.441858,"Berlin Neukölln (Neubritz)","proNeubritz e.V.","Der Verein proNeubritz e.V. wurde am 12. Dezember 2009 gegründet. Er ist als gemeinnützlich anerkannt und politisch, weltanschaulich sowie konfessionell unabhängig. Der Verein versteht sich als Nachfolger der Betroffenenvertretung im ehemaligen Sanierungsgebiet \"Wederstraße\". Das ist das Gebiet zwischen Ringbahn und Teltowkanal, speziell zwischen Hermannstraße\u002FBritzer Damm und Karl-Marx-Straße\u002FBuschkrugallee.\r\n\r\nProNeubritz e. V. spendet regelmäßig in Kooperation mit dem Museum Neukölln  Stolpersteine. \r\n\r\nhttp:\u002F\u002Fkultur-neukoelln.de\u002Fgedenken-stolpersteine-in-neukoelln.php\r\n\r\nWir recherchieren die Schicksale der Personen, für die wir einen Stolperstein spenden und veröffentlichen diese auf unserer Webseite. \r\n\r\nWir pflegen regelmäßig alle vorhandenen Stolpersteine im ehemaligen Sanierungsgebiet und führen Stolpersteinführungen durch.","http:\u002F\u002Fproneubritz.de",{"count":30,"anonymous":31,"names":32},10,6,[33,34,35,36],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[38,62,80,94,108,128],{"place":39,"stone":60,"distance":61},{"id":40,"title":41,"coords":42,"stones":45},"1525","Familie Wittenberg",{"lat":43,"lng":44},52.4621758,13.445498,[46,50,53,56],{"id":47,"firstname":48,"name":49,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2739","Benno","Wittenberg",{"id":51,"firstname":52,"name":49,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2741","Erwin",{"id":54,"firstname":55,"name":49,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2742","Siegfried",{"id":57,"firstname":58,"name":59,"portrait":9,"gender":18,"stadium":19},"2740","Hedwig","Wittenberg, geb. 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