[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-1520":3,"supporters":35,"nearby-1520":43},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":14,"audio":15,"coords":16,"stones":19,"town":26},"1520","Carl Pohle","Auf Initiative des Vereins proNeubritz e.V. wurde im Rahmen des Kunstprojektes „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig am 16.11.2015 vor dem Haus Silbersteinstraße 114 ein Stein für Carl Pohle verlegt.\r\n\r\nCarl Pohle wurde am 08.12.1889 in Berlin geboren. Nach der Schulzeit lernte er Schuhmacher und arbeitete später als Heimarbeiter. Mit seiner Frau Margarete hatte er zwei Töchter, Ruth und Lucie.\r\n\r\n1928 wurde er arbeitsunfähig, 1931 erlitt er eine rechtsseitige Lähmung und brauchte einen Rollstuhl. Trotz seiner Behinderung war er sehr aktiv.\r\n\r\nCarl Pohle gehörte der DNVP an, einer Partei die die Weimarer Republik bekämpfte und die Monarchie anstrebte. Zeitweise war er stellvertretender Leiter der DNVP in Neukölln. 1931 verließ er die Partei.\r\n\r\n1934 gründete und leitete Pohle die Gruppe der „Bekennende Kirche“ (BK) in Neubritz und gehörte dem Bruderrat an. Als Vorsitzender des Bruderrates der Philipp-Melanchthon Kirche war er ein weit über den Bezirk Neukölln hinaus bekannter Laie.\r\n\r\nPolitisch war er Gegner des NS-Regimes. Er stufte es als verbrecherisch und höchst verderblich ein.\r\n\r\nPohle war ein sehr aufrichtiger und freimütiger Mensch. Dies wurde ihm zum Verhängnis.\r\n\r\nBei der privaten Verlobungsfeier seiner 1920 geborenen Tochter am 19. Februar 1943 verurteilte er in einer separaten sog. Herrenrunde die lange Verfolgung des Berliners Bekenntnispfarrers Martin Niemöller und machte dafür den \"Führer\" Adolf Hitler verantwortlich. Angeblich charakterisierte er ihn als Schweinehund, Verbrecher und Lump. Daneben bekannte er sich dazu, \"Feindsender\" zu hören.\r\n\r\nCarl Pohle wurde kurz nach der Verlobung denunziert und wegen Hetze angezeigt.  Vermutlich durch den kriegsblinden Verlobten und seiner Pflegerin. \r\n14 Tage nach der Verlobung wurde diese wieder aufgehoben.\r\n\r\nAm 9. März 1944 wurde Anklage wegen „Wehrkraftzersetzung“ vor dem Volksge-richtshof erhoben . Vor dessen Kammergericht fand am 17. April die Hauptverhandlung statt. Der Urteilsspruch des VGH lautete: „Der Angeklagte Carl Pohle hat am 4. Kriegsjahr in übelster Weise defaitistisch gehetzt und den Führer maßlos beschimpft. Für immer ehrlos, wird er mit dem Tode bestraft“.\r\n\r\nPohle kam in das Männergefängnis nach Brandenburg-Görden. Der Bekenntnischrist wurde am 5. Juni 1944 im Zuchthaus Brandenburg mit der Guillotine enthauptet. Einen Tag später informierte Oberpfarrer Andreas Reymann die Witwe Margarete Pohle darüber, dass ihr Mann hingerichtet wurde.\r\n\r\nSeine Urne befindet sich noch heute auf dem Ehren-hain am Marienberg in Branden-burg an der Havel. Obwohl hier über 1400 Männer hingerichtet wurden, erinnern am Eingang vier Gedenktafeln nur an ca. 300 Opfer mit Rang und Namen, darunter auch Carl Pohle.  (Recherche K. Kuhrt)\r\n \r\nQuellen:\r\nSandvoß, Hans-Reiner: „Widerstand in Neukölln“, Heft 4, Hrg. Gedenkstätte Deutscher Widerstand 1990\r\nSandvoß, Hans-Reiner: „Es wird gebeten, die Gottesdienste zu überwachen ...“,\r\nLukas Verlag, 2014\r\n\r\nGedenkstätte Brandenburg \u002FHavel\r\nBundesarchiv Berlin",[8],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":13},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F9125285584386a9002bcd8aaeb68d95d.jpg","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F9125285584386a9002bcd8aaeb68d95d_thumb.jpg","Silbersteinstraße 114",1136,851,[],null,{"lat":17,"lng":18},52.4658192,13.4260897,[20],{"id":21,"firstname":22,"name":23,"portrait":15,"gender":24,"stadium":25},"2732","Carl","Pohle","male","adault",{"id":27,"coords":28,"title":31,"association":32,"impressum":33,"association_url":34},"126",{"lat":29,"lng":30},52.460681,13.441858,"Berlin Neukölln (Neubritz)","proNeubritz e.V.","Der Verein proNeubritz e.V. wurde am 12. Dezember 2009 gegründet. Er ist als gemeinnützlich anerkannt und politisch, weltanschaulich sowie konfessionell unabhängig. Der Verein versteht sich als Nachfolger der Betroffenenvertretung im ehemaligen Sanierungsgebiet \"Wederstraße\". Das ist das Gebiet zwischen Ringbahn und Teltowkanal, speziell zwischen Hermannstraße\u002FBritzer Damm und Karl-Marx-Straße\u002FBuschkrugallee.\r\n\r\nProNeubritz e. V. spendet regelmäßig in Kooperation mit dem Museum Neukölln  Stolpersteine. \r\n\r\nhttp:\u002F\u002Fkultur-neukoelln.de\u002Fgedenken-stolpersteine-in-neukoelln.php\r\n\r\nWir recherchieren die Schicksale der Personen, für die wir einen Stolperstein spenden und veröffentlichen diese auf unserer Webseite. \r\n\r\nWir pflegen regelmäßig alle vorhandenen Stolpersteine im ehemaligen Sanierungsgebiet und führen Stolpersteinführungen durch.","http:\u002F\u002Fproneubritz.de",{"count":36,"anonymous":37,"names":38},10,6,[39,40,41,42],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[44,63,84,104,118,132],{"place":45,"stone":60,"distance":62},{"id":46,"title":47,"coords":48,"stones":51},"1521","Klara Helene Jacob",{"lat":49,"lng":50},52.4658951,13.427955,[52],{"id":53,"firstname":54,"name":55,"portrait":56,"gender":59,"stadium":25},"2733","Klara Helene","Jakob, geb. 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