[{"data":1,"prerenderedAt":-1},["ShallowReactive",2],{"place-4263":3,"supporters":47,"nearby-4263":55},{"id":4,"title":5,"text":6,"photos":7,"videos":26,"audio":27,"coords":28,"stones":31,"town":38},"4263","Frieda Freudenstein","Frieda Freudenstein wird am 1.Juni 1864 in Varenholz (Nordrhein-Westfalen) geboren[1].\r\n\r\nDie Familie Frenkel gehörte zu einer der kleinen jüdischen Gemeinden im Wesertal zwischen Vlotho und Lemgo. Frieda Frenkels Vater, Levi(n) Frenkel war Vorsteher der örtlichen Synagoge und pflegte als Viehhändler weitreichende Geschäftsbeziehungen.\r\nFriedas Schwester Johanne war bereits nach Stade gezogen und hatte dort den Geschäftsmann David Jacobson geheiratet.\r\nNach dem Tod der Schwester übernimmt Frieda Frenkel die Erziehung der vier unmündigen Kinder, darunter auch Ernst Ludwig Jacobson, der später als Ernst Harthern (Pseudonym Niels Hoyer) als Schriftsteller und Kulturvermittler zwischen Deutschland und Skandinavien bekannt wurde.\r\n\r\nSie heiratet den Kaufmann Louis Freundenstein, der zunächst Prokurist und ab 1904 Inhaber der Firma \"J. Jacobson Nachfolger\" im Haus Bungenstraße 14 ist. Das Ehepaar ist Teil der kleinen jüdischen Minderheit in Stade.\r\nDie Produktenhandlung Jacobsohn war nach 1850 ein bedeutendes Unternehmen gewesen, dann aber nach Lüneburg bzw. Hannover verlegt worden; nur eine Filiale blieb in Stade. Das kleine Geschäft ist in der Weimarer Republik wirtschaftlich nicht mehr sehr erfolgreich. Der Inhaber Louis Freudenstein genießt dennoch in Stade ein hohes Ansehen und wird 1919 in die Gemeindevertretung gewählt.\r\n\r\nNach seinem Tod 1924 führt die Witwe Frieda Freudenstein das Geschäft noch einige Jahre weiter. 1933 zieht sie in eine Dachgeschosswohnung in der Harsefelder Straße 2 (heute Nr. 4) und muss dort spätestens ab 1938 immer wieder Repressionen und Zwangsmaßnahmen durch die Nationalsozialisten erdulden.\r\nIn der Nacht des Novemberpogroms von 1938 stehen SA-Leute erstmals vor ihrem Haus, können aber vom Eindringen abgehalten werden. Etwa ab 1939 wird die Witwe in regelmäßigen Abständen von der SA aufgesucht. Bereits bei der ersten Hausdurchsuchung werden ihr Schmuck, Silber und weitere Wertgegenstände abgenommen. Schließlich lässt man ihr nur noch eine geringe Menge Bargeld und kaum mehr Kleidung, als sie am Körper trägt[2]. \r\n1940 wird sie zur Umsiedlung nach Hamburg gezwungen und von dort am 15. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Aus Theresienstadt wird sie, bereits 78jährig, nach Treblinka deportiert und dort am 26.September 1942 ermordet.\r\nÄltere Stader haben sich noch lange an die gutmütige und hilfsbereite Witwe Freudenstein erinnert. Solange sie dazu in der Lage war, hatte sie ärmere Einwohner zu sich nach Hause eingeladen.\r\nDie in der Schweiz überlebende Tochter Thea Schlesinger lässt auf dem wieder aufgestellten Grabstein ihres Vaters auf dem Jüdischen Friedhof eine Inschrift zur Erinnerung ans das Schicksal ihrer Mutter anbringen.\r\n\r\nDie Familie Jacobson lebte seit mehreren Generationen in Stade. Sie enstammte einem Zweig der \"sephardischen Juden\", die im Jahr 1493 aus dem spanischen Toledo emigrieren mussten. Israel Jacobson, ein direkter Vorfahre der Stader Familie war ein bedeutender Reformator des jüdischen Glaubens in Deutschland. Er war zunächst Bankier in Halberstadt.\r\n\r\n    [1] vgl.: Bundesarchiv, \"Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945\"\r\n    Eintrag zu Frieda Freudenstein\r\n    [2] vgl. Jürgen Bohmbach, \"Zur Geschichte der Juden in Stade\", Stade 1992, S.56\r\n\r\nQuelle:\r\nhttp:\u002F\u002Fwww.stolpersteine-stade.de\u002F?p=biografien&bioid=6#fna1",[8,13,18,22],{"original":9,"thumb":10,"caption":11,"width":12,"height":12},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F8caa8ed0c1ad0868e81c5ca247715fae.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F8caa8ed0c1ad0868e81c5ca247715fae_thumb.JPG","Stolperstein Frieda Freudenstein (Harsefelderstr. 4)",1136,{"original":14,"thumb":15,"caption":16,"width":17,"height":12},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa06c02ae6b524d958d0274766f520fbd.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002Fa06c02ae6b524d958d0274766f520fbd_thumb.JPG","Hausansicht zu Stolperstein Frieda Freudenstein (Harsefelderstr. 4)",852,{"original":19,"thumb":20,"caption":21,"width":12,"height":12},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F5087e7cac79998af752aa3a20bce30de.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F5087e7cac79998af752aa3a20bce30de_thumb.JPG","Umgebungsansicht mit Blick Richtung Süden (stadtauswärts) zu Stolperstein Frieda Freudenstein",{"original":23,"thumb":24,"caption":25,"width":12,"height":12},"https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F959c16a86c8cec2ecf6bb41efda5d886.JPG","https:\u002F\u002Fstolpersteine-guide.de:443\u002Fuploads\u002Fmedien\u002F959c16a86c8cec2ecf6bb41efda5d886_thumb.JPG","Umgebungsansicht mit Blick Richtung Norden (Gartenstr. \u002F Bleichergang) zu Stolperstein Frieda Freudenstein",[],null,{"lat":29,"lng":30},53.59574337,9.473088525,[32],{"id":33,"firstname":34,"name":35,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},"8930","Frieda","Freudenstein","female","adault",{"id":39,"coords":40,"title":43,"association":44,"impressum":45,"association_url":46},"250",{"lat":41,"lng":42},53.599856,9.475437,"Stade","Hansestadt Stade","Stabsstelle 41 Kultur und Archäologie\r\n04141\u002F401411\r\nkultur@stadt-stade.de\r\nwww.stade.de\r\nalle Bilder: Hansestadt Stade","http:\u002F\u002Fwww.stolpersteine-stade.de\u002F",{"count":48,"anonymous":49,"names":50},10,6,[51,52,53,54],"Martin Schreyer","Claudia Körner","Anett Humboldt","Peter Hein",[56,71,84,98,112,125],{"place":57,"stone":69,"distance":70},{"id":58,"title":59,"coords":60,"stones":63},"4262","Fritz de Jonge",{"lat":61,"lng":62},53.59502874,9.474627772,[64],{"id":65,"firstname":66,"name":67,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},"8929","Fritz","de Jonge","male",{"id":65,"firstname":66,"name":67,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},129,{"place":72,"stone":82,"distance":83},{"id":73,"title":74,"coords":75,"stones":78},"4264","Fritz Friedlaender",{"lat":76,"lng":77},53.59426079,9.47433098,[79],{"id":80,"firstname":66,"name":81,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},"8931","Friedlaender",{"id":80,"firstname":66,"name":81,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},184,{"place":85,"stone":96,"distance":97},{"id":86,"title":87,"coords":88,"stones":91},"4282","Moritz Wertheim",{"lat":89,"lng":90},53.5936133,9.472028221,[92],{"id":93,"firstname":94,"name":95,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},"8951","Moritz","Wertheim",{"id":93,"firstname":94,"name":95,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},247,{"place":99,"stone":110,"distance":111},{"id":100,"title":101,"coords":102,"stones":105},"4260","Otto Davids",{"lat":103,"lng":104},53.59293742,9.472667498,[106],{"id":107,"firstname":108,"name":109,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},"8927","Otto","Davids",{"id":107,"firstname":108,"name":109,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},313,{"place":113,"stone":123,"distance":124},{"id":114,"title":115,"coords":116,"stones":119},"4261","Bertha Bella Davids",{"lat":117,"lng":118},53.59293244,9.47266732,[120],{"id":121,"firstname":122,"name":109,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},"8928","Bertha Bella",{"id":121,"firstname":122,"name":109,"portrait":27,"gender":36,"stadium":37},314,{"place":126,"stone":137,"distance":138},{"id":127,"title":128,"coords":129,"stones":132},"4267","Diedrich Matthies",{"lat":130,"lng":131},53.60008346,9.473675436,[133],{"id":134,"firstname":135,"name":136,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},"8935","Diedrich","Matthies",{"id":134,"firstname":135,"name":136,"portrait":27,"gender":68,"stadium":37},484]